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Android-Geräte für Kinder einrichten

Android-Geräte für Kinder einrichten

So schützen Sie Ihre Kinder in wenigen Schritten

Für Kinder ist ein Smartphone oder Tablet mit diversen Apps und Internet-Zugang bereits Normalität. Für Eltern ist es oft schwierig, den Überblick und die Kontrolle über die Aktivitäten ihrer Kinder zu behalten. Dies kann zahlreiche negative Auswirkungen haben:

  • Die Kinder sehen nicht kindergerechte Inhalte (z.B. Gewalt, Pornografie, Alkohol, Drogen).
  • Sie geben Geld aus, welches sie nicht haben (z.B. bei Einkäufen im Google Play Store, beim Telefonieren oder beim SMS-Versand).
  • Sie löschen Daten der Erwachsenen.
  • Sie versenden im Namen der Erwachsenen unerwünschte Nachrichten (via SMS, E-Mail, Social-Media-Plattformen) oder lesen Nachrichten, die nicht für sie bestimmt sind.

Die folgenden Tipps ermöglichen es Ihnen, Android Smartphones bzw. Tablets zu administrieren und ihren Kindern trotzdem noch einige Freiheiten zu lassen. Die meisten der in diesem Artikel beschriebenen Sicherheitsmassnahmen sind sogar kostenlos.

Tipp Nr. 1: Flugmodus aktivieren

Aktivieren Sie auf Ihrem Gerät den Flugmodus (Offline-Modus). Alle Datenverbindungen – und damit das Surfen im Internet, das Einkaufen im Play Store sowie In-App-Käufe – werden dadurch verhindert. Auf Smartphones können zudem keine Anrufe getätigt oder entgegengenommen werden. Zu beachten ist allerdings, dass ältere Kinder den Flugmodus leicht deaktivieren können; dieser Tipp ist somit eher bei kleineren Kindern hilfreich.

Kurzanleitung:

  • Gerät einschalten.
  • Ein-/Ausschalt-Knopf etwa eine Sekunde gedrückt halten.
  • Option «Flugmodus» bzw. «Offline-Modus» wählen (Bezeichnung ist je nach Gerät unterschiedlich).

Tipp Nr. 2: Mobilen Datenverkehr limitieren

Falls Ihr Kind einen begrenzten Online-Zugriff erhalten soll, können Sie in den Einstellungen ein Limit für den mobilen Datenverkehr festlegen. Wird diese Grenze überschritten, so wird die Internetverbindung automatisch unterbrochen. Diese Einstellungen gelten allerdings nur für den 3G/4G-Datenverkehr (nicht für den Internet-Zugang über WLAN) und sind somit nur auf Geräten mit einer SIM-Karte verfügbar.

Kurzanleitung:

  • Unter «Einstellungen» die Option «Datennutzung» wählen.
  • Häkchen bei «Datennutzung» sowie bei «Mobildatenbegrenzung» setzen.
  • Datennutzungszyklus einstellen (sinnvollerweise auf Rechnungsperiode abstimmen).
  • Im Diagramm der Datennutzung können die zwei Linien «Warnung» und «Grenzwert» individuell nach oben oder unten gezogen werden.

Tipp Nr. 3: Inhalte filtern

Im Google Play Store können die Inhalte nach Art (Gewalt, Alkohol, Drogen, Sexualität oder Glücksspiel) und Funktionen der Apps gefiltert werden. Diese Einstellungen können Sie entsprechend Ihren Wünschen für alle Inhalte vornehmen.

Kurzanleitung:

  • Google Play öffnen und unter «Einstellungen» die «Nutzersteuerung» auswählen.
  • Im Fenster «Folgende Apps zulassen» können Sie Apps der verschiedenen Stufen über Häkchen zulassen oder ausfiltern. Weitere Informationen zu den Inhaltsfiltern gibt es beim Google Support.

Auch für die Google-Suche gibt es Möglichkeiten, die Ergebnisse zu filtern: Google SafeSearch hilft Ihnen Inhalte auszublenden, die nicht für Kinder geeignet sind.

Kurzanleitung:

  • Einstellungen öffnen.
  • «Konten & Datenschutz» wählen.
  • Häkchen hinter «SafeSearch-Filter» setzen.

Das Videoportal YouTube bietet ebenfalls einen «sicheren Modus» an.

Kurzanleitung:

  • Einstellungen öffnen und «Suche» wählen.
  • SafeSearch-Filter öffnen.
  • Im neuen Fenster den Filter «strikt» wählen.

Auch Viren, Trojaner und andere Malware sind unerwünschte Inhalte. Sollte Ihr Nachwuchs also vollen Zugriff auf das Internet erhalten, sollten Sie das Gerät unbedingt mit einem Antiviren-Programm ausstatten, das vor schädlicher oder neugieriger Software schützt. Hier einige Beispiele für  kostenlose Antiviren-Programme für Android:

Tipp Nr. 4: Spezialisierte Kindersicherungs-Apps installieren

Zur weitergehenden Sicherung von Android-Geräten gibt es zahlreiche Apps. Sehr beliebt ist die kostenlose App «Kids Place – Mit Kindersicherung» von Kiddoware. Die Anwendung schafft einen eigenen Bereich auf dem Smartphone oder Tablet, wo Kinder nur auf freigegebene Apps zugreifen können. Um diesen Bereich verlassen zu können muss man einen PIN-Code eingeben. So schützen Sie Ihre persönlichen Daten und stellen sicher, dass Kinder nur kindergerechte Apps nutzen. Ausserdem verhindert Kids Place, dass Ihre Kinder Apps downloaden, telefonieren, SMS verschicken oder andere kostenpflichtige Aktionen durchführen.

Tipp Nr. 5: Eingeschränktes Benutzerkonto erstellen (nur auf Tablets)

Gewisse Android-Tablets bieten die Möglichkeit, mehrere Benutzerprofile einzurichten (ab Android 4.2) und dann die Nutzungsrechte einzelner Profile einzuschränken (ab Android 4.3). Diese Anpassungen können Sie in den Einstellungen zum Gerät unter «Nutzer» vornehmen. Können Sie diesen Punkt in den Einstellungen nicht finden, dann unterstützt Ihr Gerät dieses Feature (noch) nicht. Die folgenden Screenshots stammen vom Google Nexus 7.

Kurzanleitung:

  • In den Einstellungen im Abschnitt «Gerät» den Menüpunkt «Nutzer» öffnen.
  • «Nutzer oder Profil hinzufügen» wählen.
  • Nun können Sie je nach Bedarf einem neuen Nutzer (mit eigenen Apps und Inhalten) oder nur ein eingeschränktes Profil für das bestehende Nutzerkonto anlegen. Wählen Sie «Eingeschränkte Profile».
  • Displaysperre für Hauptnutzer und weitere uneingeschränkte Nutzer einrichten (Muster, Pin oder Passwort).
  • Apps auswählen, die Sie zulassen wollen.
  • Namen für das Profil festlegen und weitere Details wie Hintergrundbild, Widgets usw. einrichten.

Tipp Nr. 6: Kinder begleiten

Nebst all diesen technischen Vorkehrungen zum Schutz Ihrer Kinder ist es mindestens so wichtig, dass Sie mit ihnen über die Funktionen und Gefahren eines Smartphones sprechen und sie zu Beginn begleiten. Seien Sie dabei, wenn das Gerät genutzt wird, und greifen Sie ein, wenn es notwendig ist. Je verantwortungsvoller ein Kind im Umgang mit den modernen Technologien wird, desto mehr Freiheiten können Sie ihm mit der Zeit einräumen.

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1 Kommentar

  1. Den Haken bei den eingeschränkten Benutzerkonten habt ihr nicht erwähnt. Es ist nämlich keine Verbindung mit Google Play zum speichern der Spielstände möglich!!! Spielstände wie bspw. Clash of Clans können nicht gesichert werden und gehen für immer verloren, wenn das Tablet den Geist aufgibt. Dann habe ich traurige Kinder zu Hause.

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